Illegale Müllentsorgung endet mit Widerstand gegen Polizeibeamte-Zeugen gesucht

Essen: Illegale Müllentsorgung endet mit Widerstand gegen Polizeibeamte – Zeugen gesucht

Am 2. Dezember kam es gegen 17:15 Uhr zu einem Einsatz auf der Hafenstraße in Essen. Ein Streifenbeamter beobachtete einen 31 Jahre alten Deutschen, wie er illegal Sperrmüll in einem Park entsorgte. Eine unbeteiligte Spaziergängerin mit Hund sprach die Beamten an und äußerte, dass diese Person bereits am Vortag Sperrmüll, womöglich Teile einer alten Küche, im Park entsorgt hatte.

Der Tatverdächtige konnte kurz darauf durch die Polizeibeamten angetroffen und angesprochen werden. Er weigerte sich auszuweisen und beleidigte die Beamten mehrfach, unter anderem als „Rassisten“. Er ging immer wieder mit aufgebäumter Körperhaltung auf den Beamten zu, welches ihm signalisierte, dass er vermutlich eingeschüchtert werden sollte.

Dies, die Beleidigungen und die aggressive Grundhaltung verdeutlichten den Beamten, dass der 31-Jährige womöglich auch weiterhin nicht kooperativ sein wird. Daraufhin wurde ein weiterer Streifenwagen zur Unterstützung angefordert. Während der Aufforderung sich auszuweisen, nahm der 31-Jährige sein Smartphone heraus und gab an, dass er nun das Gespräch aufzeichnen wolle. Der Beamte erklärte dem 31-Jährigen, dass das Aufzeichnen des gesprochenen Wortes eine Straftat darstelle und bei Zuwiderhandlungen das Smartphone als Beweismittel sichergestellt werden muss.

Dennoch zeigte sich der Mann provokant und zeichnete schlussendlich widerrechtlich das Gespräch auf. Wie zuvor angekündigt, ahndete der Beamte die Straftat und forderte nun die Herausgabe des Smartphones zur Beweissicherung. Auch diese Aufforderung ignorierte der Tatverdächtige beharrlich. Schlussendlich nutze der Beamte einen unaufmerksamen Moment seines Gegenübers aus, griff zügig nach dem Smartphone, welches daraufhin jedoch zu Boden fiel.

Im Anschluss schubste der 31-Jährige den Beamten und stieß heftig mit beiden Händen gegen den Oberkörper des Polizisten. Kurz danach stellte er seinen Fuß auf sein eigenes Smartphone, um die Beschlagnahme durch die Polizei zu verhindern. Der emotional aufgebrachte Mann drängte den Beamten zurück, als dieser das Smartphone aufhob. Um weiteres Einwirken zu unterbinden und sich selbst zu sichern, drückte der Beamte gegen den Oberkörper des Mannes, um diesen auf Abstand zu halten. Er wiederum sperrte sich auch hiergegen aktiv. Weitere Beamte kamen hinzu und wurden ebenfalls durch den 31-Jährigen massiv beleidigt.

Die Polizei fesselte den Mann und setzte ihn in den Streifenwagen, damit auf der Polizeiwache zweifelsfrei seine Personalien festgestellt werden konnten. Auf der Wache verhielt der Tatverdächtige sich den Beamten gegenüber weiterhin äußerst provokant und herablassend. Er unterstellte stets den Vorwurf, dass die Polizei nur aus rassistisch motivierten Gründen gehandelt habe, da er einen Migrationshintergrund hat.

Ein vernünftiges Gespräch war mit dem 31-Jährigen zu keinem Zeitpunkt möglich. Nach der Feststellung seiner Personalien konnte er die Polizeiwache verlassen. Das Smartphone wurde beschlagnahmt. Gegen den 31-jährigen Essener wird nun u.a. wegen dem vorangegangenen Umweltdelikt, wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, wegen Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes und wegen Beleidigung ermittelt. Auf Twitter ist ein Video am Mittwochabend (2. Dezember) gegen 20:36 Uhr veröffentlicht worden, das lediglich einen Ausschnitt des Polizeieinsatzes zeigt. Der Polizei Essen und Mülheim an der Ruhr ist das Video bekannt. Derzeit liegen keinerlei Hinweise auf ein Fehlverhalten der eingesetzten Polizeibeamten vor.

Die Videoaufzeichnungen, die bei Twitter veröffentlicht wurden, stammen von einer Kamera am Gebäude. Die Polizei prüft nun auch die Rechtmäßigkeit der Videoaufzeichnungen, da eine Überwachung des öffentlichen Umfeldes im Regelfall nicht zulässig ist. Die Polizei sucht Zeugen, insbesondere die Spaziergängerin mit Hund, die Hinweise zu der illegalen Müllentsorgung oder dem Widerstand geben können. Hinweise nimmt die Polizei unter der 0201/829-0 entgegen.

(Quelle/Fotos: Polizei Essen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.